In der Sitzung des Ortsbeirats Rödgen am 01.02.2005 mussten u.a. die Themen Rollschuhbahn und Wasserentnahmestelle wegen fehlender Stellungnahmen
des Magistrats wiederum auf die nächste Sitzung verschoben werden, was zu erheblicher Verärgerung bei den Ortsbeiratsmit-
gliedern führte. Auch
die Fragen zu Verkehrsberuhigungsmaßnahmen konnten wegen erneut fehlender Präsenz - siehe Sitzung vom 16.11.2004 - von Fachleuten aus der Verwaltung
nicht behandelt werden.
Hinzu kam die Tatsache, dass erst zu Sitzungsbeginn schriftliche Stellungnahmen des Magistrats zu ebenfalls z.T. seit mehr als einem halben Jahr
ausstehenden Antworten vorgelegt wurden. "Früher wurde mit den Ortsbeiräten ein anderer Umgang gepflegt" war nicht nur die Meinung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Jürgen
Becker zu hören.
Ein Antrag zur Anschubfinanzierung in Höhe von 1000,00 € des Fördervereins Heimatmuseum Rödgen vom 24.11.2004, der noch im November der Geschäftsstelle der Ortsbeiräte
vorgelegen hat, soll auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung gesetzt werden.
* Ergebniskontrolle der Anträge aus den letzten Sitzungen
Zu den von der SPD eingebrachten Anträgen nimmt der Magistrat wie folgt Stellung:
> Streuobstwiesen in Rödgen;
Kontakt zur Landschaftspflegevereinigung aufgenommen, um die Möglichkeiten zu einem koordinierten Vorgehen im Hinblick auf den Erhalt und die Pflege der Bestände zu erkunden.
Infolge der knappen Haushaltsmittel werden sich mögliche Maßnahmen über mehrere Jahre erstrecken.
> Ergebnis der Sicherheitsprüfung auf den Kinderspielplätzen im Stadtteil Rödgen;
Entsprechend der Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Deutscher Kommunalversi-
cherer werden mit speziell geschultem
Fachpersonal regelmäßige Kontrollen auf allen Gießener Kinderspielplätzen durchgeführt. Hierzu gehört eine mindestens
wöchentliche allgemeine Sicht- und Funktionskontrolle sowie eine jährliche Generalinspektion zu Beginn der Spielsaison.
Sofern festgestellt wird, dass eine Gefährdung z.B. von einem Spielgerät ausgeht, werden unverzüglich die erforderlichen
Maßnahmen zur Beseitigung der Gefährdung vorgenommen. Im Stadtteil Rödgen wird die wöchentliche Sicherheitskontrolle von
einer der Spielplatzkolonnen des Gartenamtes durchgeführt und die jährliche Generalinspektion vom Gärtnermeister Sport-
und Spielanlagen sichergestellt.
> Jugendraum Rödgen;
Nach dem das Jugendamt erfahren hat, dass im Zuge einer Privatinitiative ein Raum (Containerlösung) für die Jugendlichen
zur Verfügung gestellt werden soll, hat es die Raumsuche nicht weiter begleitet. Die weitere Entwicklung dieser Privataktivitäten
ist
demnach abzuwarten.
* Neuanschaffung einer Orgel für die Friedhofskapelle
Der von der FWG eingebrachte Antrag wurde nach kurzer Diskussion zunächst als Prüfung der Orgel auf Funktionsfähigkeit, bevor über eine
evtl. Neuanschaffung entschieden wird, einstim-
mig verabschiedet. Offensichtlich wirken sich die sehr untschiedlichen klimatischen
Verhältnisse in der Friedhofskapelle nachteilig auf den Instrumentenklang aus.
* Absperrung am Ende des Ruhbanksweges
Wegen unklarer Situation wurde dieser FWG-Antrag auf die nächste Sitzung verschoben. Hintergrund ist, dass die Absperrung am Ende des Ruhbanksweges
bereits Ende November vorigen Jahres defekt war - 2 Absperrpfosten heraus- und Kette zerrissen - und in der zweiten Dezemberwoche auf Initiative der
örtlichen Verwaltungsstelle repariert wurde.
Offensichtlich ist nunmehr erneut eine Beschädigung des Mittelpfostens mit Kette erfolgt und es deshalb ratsam erscheint, dass das Fachamt i.V. mit
der VS Rödgen kurfristig eine andere Möglichkeit der Durchfahrtsperre an dieser Stelle prüft.
* Waldgebiete in der Gemarkung Rödgen - vorgesehene Aufforstungen
Wegen dem in den letzten Jahren an unterschiedlichen Stellen - zuletzt eine massive Auslich-
tung im Udersberg - in den Rödgener
Waldungen durchgeführten Holzeinschlag möchte die SPD vom Magistrat nähere Informationen über die vorgesehenen Aufforstungsmaßnahmen in
den Waldgebieten der Gemarkung Rödgen haben.
Da der Udersberg und der Bergwald als Landschaftschaftsschutzgebiete ausgewiesen sind,
sieht Jürgen Becker hier dringenden Aufklärungsbedarf. Auch diesem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.
* Anbringung von Gefahrenzeichen 113 im Bereich der sogen. "Bezinkurve"
In diesem Bereich der Landesstraße 3126 zwischen dem Stadtteil Rödgen und der Kernstadt Gießen herrscht im Winterhalbjahr des Öfteren Straßenglätte,
obwohl sonst kein Bodenfrost festzustellen ist.
Der Magistrat wird deshalb von der SPD gebeten, sich bei der zuständigen Strassenmeisterei für die Anbringung des Gefahrenzeichens "Schnee- oder
Eisglätte" einzu-
setzen, damit auf die - für insbesondere ausswärtige Autofahrer - nicht sofort erkennbare Unfallgefahr hingewiesen wird.
* Mitteilungen und Anfragen incl. Bürgerfragestunde
Von Ortsbeiratsmitgliedern und auch von Bürgern wird zum wiederholten Mal darauf hinge-
wiesen, dass der Rückschnitt von Bäumen durch das Fachamt entlang diverser Wege
noch immer nicht in der erforderlichen Weise vorgenommen wurde.
Die nächste Sitzung des Ortsbeirats Rödgen wurde für Dienstag, 22. März 2005, 19:00 Uhr vereinbart.
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