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15.11.2004: Einzelhandel in Rödgen

Karstadtprobleme auch bald in Rödgen ?

Im Juli überraschte die Unternehmensleitung von Karstadt-Quelle die Öffentlichkeit mit der Meldung, dass 26 von 180 bundesweiten Karstadtfilialen rote Zahlen schreiben. Der Handelskonzern hatte in den ersten sechs Monaten 2004 seinen Verlust ausgeweitet und die Erwartungen für das Gesamtjahr drastisch nach unten korrigiert.

Mitte Oktober ist die wochenlange Zitterpartei für die vom Verlust des Arbeitsplatzes betrof-fenen ca. 100.000 Arbeitnehmer von Karstadt-Quelle durch einen Beschäftigungspakt mit einem angestrebten Einsparvolumen von 760 Mio. Euro beendet worden, dennoch sollen im Konzern 5.500 Stellen gestrichen werden.

Die Situation bei Karstadt und darüber hinaus im gesamten deutschen Einzelhandel war Grund genug für den Ortsvereinsvorstand der SPD Rödgen, sich erneut nach der generellen Umsatzsituation der Einzelhandelsgeschäfte vor Ort in Rödgen zu erkundigen. Danach sind auch in Rödgen seit Jahresmitte herbe Umsatzeinbrüche zu verzeichnen, die auf Dauer kaum aufgefangen werden können.

Insbesondere „Edeka“ in der Udersbergstraße führt im 12. Jahr seiner Betriebseröffnung einen verzweifelten Kampf gegen die Geschäftsschliessung. „Wenn die aktuellen Umsätze unverändert bleiben, können wir das Geschäft nur noch wenige Monate halten. 100 Stammkunden sind bei etwa 2000 Einwohnern im Stadtteil Rödgen einfach zu wenig“ berichten Heike Arnold-Diehl und Petra Glitsch, die beiden Betreiberinnen des einzigen Lebensmittelmarktes in Rödgen. Neben dem Wegfall der Arbeitsplätze wäre die Schließung der Lebensmittelversorgung in Rödgen gerade für die älteren Mitbewohner ein großer Verlust. Deshalb wirbt die SPD Rödgen mit dem Slogan:

„Fahr´ nicht fort – kauf im Ort“

für mehr Unterstützung des örtlichen Einzelhandels und speziell des einzigen Lebensmittelgeschäftes in Rödgen, um nicht erneut in die Versorgungsengpässe Anfang der neunziger Jahre zu kommen.

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