Fünf Anträge hat die SPD zur Sitzung des Ortsbeirats Rödgen am 14.09.2004 eingebracht. Im einzelnen sind
dies
* Stadtteilarbeiter für Rödgen
Die Ausschreibung dieser Stelle sollte unter Beachtung der besonderen Anforderungen des Winterdienstes vor Ort und
unter der Voraussetzung erfolgen, dass der Bewerber in Rödgen wohnen muß. In der Vergangenheit hat sich gezeigt,
daß - bedingt durch die unterschiedlichen Höhenverhältnisse und damit untschiedlichen Bodenverhältnisse zwischen der
Kernstadt und dem oberen Stadtteil Rödgen im Winter - der Streudienst auf öffentlichen Plätzen und Wegen incl. der
Bushaltestellen nur von den Stadtteilarbeitern vor Ort in Rödgen wirksam gesteuert und gewährleistet werden kann.
Auch in den anderen Stadtteilen sind ausnahmslos ortsansässige Stadtteilarbeiter tätig. Stadtrat Fritz verlas aus einer
Stellungnahme des Magistrats, dass zum internen Auswahlverfahren lediglich zwei Bewerbungen von nichtortsansässigen
Bewerbern vorlägen.
Der Antrag der SPD hat bei Stimmengleichheit - die anwesenden Vertreter von FWG und CDU haben wegen der geforderten
Änderung im Auswahlverfahren aus formalen Gründen nicht zugestimmt - keine Mehrheit gefunden und ist somit abgelehnt
* Rollschuhbahn am Kinderspielplatz Ruhbanksweg/Bärnerstraße
Aktuell ist die Rollschuhbahn wegen schadhafter Oberfläche und zur Vermeidung von Unfällen seit 30.08.2004 gesperrt.
Der Magistrat wird gebeten, die zukünftige Zweckbestimmung oder auch Umgestaltung dieses Areals in Verbindung mit
dem angrenzenden Kinderspielplatz zu prüfen und dem Ortsbeirat umgehend zu berichten.
Begründet wird diese Prüfung durch das Fachamt von der SPD mit den bereits mehrfachen, kostenintensiven Reparaturen
und damit, dass die Rollschuhbahn nur noch ganz selten ihrer eigentlichen Zweckbestimmung entsprechend genutzt wird,
sondern vielmehr dort überwiegend Ballspiele - vornehmlich Fußball - stattfinden, die - wegen ihrer Lärmentwicklung - nicht
immer die Zustimmung der Anwohner finden. Auf die bereits vor Ort diesbezüglich stattgefunden Anwohnerbesprechungen
wurde nochmals seitens der SPD verwiesen.
Hierzu hat die FWG einen ähnlichen Antrag eingebracht, jedoch mit der Zielrichtung, umgehend eine Behebung der
Oberflächenschäden durchzuführen, um die Rollschuhbahn - auch für Ballspiele - bald wieder nutzen zu können.
Nach kurzer Diskussion wurde der FWG-Antrag zurückgezogen und der SPD-Antrag als gemeinsamer Antrag von SPD und
FWG eingebracht und einstimmig beschlossen.
* Ersatzanpflanzung von zwei Bäumen vor der evangelischen Kirche
Am frühen Sonntagmorgen des 29.08.2004, ist eine der beiden betagten Linden vor der Ev. Kirche in Rödgen umgestürzt.
Der andere, noch stehende Lindenbaum wird, aufgrund seines Zustandes und zur Abwendung von Unfallgefahren kurzfristig gefällt
werden müssen. Hier wird die Stadt Gießen gebeten, die Kosten für die Ersatzanpflanzung von zwei Bäumen vor der ev. Kirche in
Rödgen zu übernehmen oder diese Bäume zur Neuanpflanzung kostenfrei zur Verfügung zu stellen.
Die SPD begründete ihren Antrag u.a. damit, dass die beiden Lindenbäume beim Übergang der Besitzverhältnisse von der Stadt
Gießen - ehemals Gemeinde Rödgen - bereits in einem hohen Alter standen und es der Stadt gut anstehen würde, zumindest 2
Bäume zur Neuplanzung kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Hierzu wurde sehr kontrovers diskutiert.
Der Antrag wurde sodann bis zur nächsten Sitzung des Ortsbeirates und wegen der Erörterung im Vorstand der evangelischen
Kirchengemeinde Rödgen zurückgestellt.
* Baumsicherheitsprüfung des Naturdenkmals Kastanie
Der Magistrat wird gebeten, eine Sicherheitsprüfung dieses Baumes durchführen zu lassen, um möglichen Unfallgefahren vorzubeugen,
zumal das Areal um dieses Naturdenkmal und die dortige Ruhebank gerne in Anspruch genommen werden.
Dem Antrag wurde nach kurzer Diskussion einstimmig zugestimmt.
* DSL-Internetzugang über "cableDSL" im Stadtteil Rödgen
Hierzu wird der Magistrat gebeten, in Verbindung mit der Betreiberfirma zu prüfen, inwiefern und ggfs. in welchen Bereichen
des Stadtteils Rödgen die technischen Voraussetzungen bereits bestehen oder dafür geschaffen werden können, die schnellen
cableDSL-Anschlüsse für das Internet zu nutzen. Dem Antrag wurde ohne Diskussion einstimmig zugestimmt.
* RMV-Bushaltestelle "Zum Bahnhof"
Der Antrag der SPD vom 30.08.2003 zur Sitzung des Ortsbeirats Rödgen am 09.09.2003 zur "Entfernung der unteren Markierung
und Aufbringen im Abstand von 15 Metern vom Haltestellenschild ... " wurde mehrfach und wegen der nicht oder unvollständig
vorliegenden Magistratsantworten zur Gesamtthematik der RMV-Bushaltestelle zurückgestellt. Dieser Antrag wurde in der
Sitzung am 14.09.04 erneut aufgerufen und einstimmig befürwortet.
* Weitere Anträge und Tagesordnungspunkte
Weitere Anträge hat die FWG, u.z. zur "Erneuerung des hölzernen Steges und Verankerung eines Mülleimers am Ausweichsportplatz",
sowie zur "Erneuerung und Aktualisierung der Tafel der Ortschronik am Bürgerhaus" und zur "Aufstellung von Hinweistafeln zum
Friedhof" eingebracht, denen - ohne Diskussion - einstimmig zugestimmt wurde.
Unter dem "TOP Ergebniskontrolle" war zuvor von der SPD festgestellt worden, dass vorliegende Antworten des Magistrats
unbefriedigend seien, insbesondere zur "Neuaufbringung von Straßenmarkierungen nach Straßenbauarbeiten i.B. der Einmündung
Hopfengarten / Helgenstockstraße", zur "Aufstellung einer Bank bzw. Schaffung von Sitzmöglichkeiten an der Stadtbushaltestelle
Bärnerstraße", zu den noch nicht fertiggestellten Gesamtmaßnahmen aus der "Einrichtung von 30-km/h-Geschwindigkeitsbegrenzungszonen"
und der "Gesamtsituation an der RMV-Bushaltestelle Zum Bahnhof".
Der Ortsbeirat bat einhellig, dass zu den seit geraumer Zeit diskutierten Anträgen aus dem Bereich Verkehr zur nächsten Sitzung ein
kompetenter Vertreter der Straßenverkehrsbehörde anwesend sein sollte, damit die bestehenden Anträge und Fragen endlich einer
Lösung zugeführt werden können.
Darüberhinaus stehen noch Antworten des Magistrats aus früheren Sitzungen des Ortsbeirats Rödgen, u. a. zu den Themen der
"Streuobstwiesen in Rödgen" und zur "Situation Baugebiet Rödgen" sowie zur "Wasserentnahmestelle" und der Abschlussbericht
zur "Mängelprüfung des Backhauses Rödgen" aus.
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