SPD Ortsverein
Gießen - Rödgen
Aktuelles
Termine
Geschichte
Ortsverein
Mandatsträger
Links
Kontakt
Impressum
Jahreshauptversammlung des SPD Ortsvereins Gießen-Rödgen am 26.03.2004

Neben den Neuwahlen für den Vorstand des SPD-Ortsvereins und der Delegierten für den Stadtverband Gießen war die persönliche Ehrung von Heinrich Schorge für 50jährige Mitgliedschaft in der SPD durch den Unterbezirksvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Thorsten Schäfer-Gümbel wichtigster Punkt der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Gießen-Rödgen am vergangenen Freitag, 26. März 2004.

Ehrung
Heinrich Schorge war jahrzehntelang Kassierer und mit der SPD-Ortsvereinsarbeit und darüber hinaus eng verbunden. Der UB-Vorsitzende fand entsprechende Worte für dieses - in der SPD nicht oft vorkommende - Jubiläum und ermunterte die anwesenden Parteimitglieder, es dem Jubilar gleichzutun. Für die weiteren Jubilare Monika Hölkeskamp für 25 Jahre, Walter Arnold, Werner Döring und Rudolf Schmidt für 40 Jahre treuer Mitgliedschaft in der SPD wird die Ehrung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Danach ging Schäfer-Gümbel auf den kürzlich erfolgten Wechsel im SPD-Parteivorsitz auf Bundesebene - von Gerhard Schröder zu Franz Müntefering - ausführlich ein. Jetzt gelte es, das Vertrauen der Parteimitglieder und der Wähler wiederzugewinnen. Diese Arbeit müsse aber auch in den politischen Gremien geleistet werden. Für die Koalition in Berlin sei dies sehr schwierig geworden, da 80 % aller im Bundestag eingebrachten Gesetze der Zustimmung des Bundesrates bedürften - und dort hätten bekanntlich die CDU-regierten Länder die Mehrheit. Die Blockadehaltung des Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch trage hierbei wesentlich zur Verschärfung der Situation bei. Im Vermittlungsausschuss des Deutschen Bundestages habe die CDU viele soziale Unausgewogenheiten durchgesetzt, deren Umsetzung nun aber voll der SPD angelastet würden, z.B. die Praxisgebühr.

In der weiteren, lebhaft geführten Diskussion kamen bundesweite Themen wie Steuer- und Gesundheitsreform sowie die fehlende soziale Lastenverteilung durch die Versammlungsteilnehmer zur Sprache. Auch die Pressearbeit und die Selbstdarstellung der Partei in der Öffentlichkeit seien verbesserungsbedürftig. Hingewiesen wurde auf die Folgen der Globalisierung für die deutsche Volkswirtschaft und die damit einhergehende Belastung des Standortes Deutschland. Abschließend kritisierte Thorsten Schäfer-Gümbel, dass für die 2- bis 10jährigen Kinder in Kindergarten und Grundschule allgemein viel zu wenig Geld zur Verfügung stehe. Die Pisa-Studie habe gezeigt, wie wichtig gerade diese Altersstufe für die geistige Entwicklung eines Kindes sei und er forderte die Politik auf allen Ebenen zu einem Umdenken auf. Die Familienpolitik nehme leider noch immer nicht den Stellenwert ein, der ihr in unserer Gesellschaft - auch für die zukünftige Entwicklung der Sozialsysteme - zukomme.

Im Rechenschaftsbericht des seitherigen Schriftführers Werner Döring kam deutlich zum Ausdruck, dass sich die SPD Rödgen im Laufe des letzten Jahres erneut mit vielen Themen beschäftigt habe. Neben intensiven Wahlkampfaktivitäten wurden auch viele öffentliche Veranstaltungen durchgeführt. Zusätzlich zu den schon traditionellen Veranstaltungen wie Ostereiersuchen, Kinderfest und Grenzgang erfolgten in diesem Jahr zwei gut besuchte Ausflugsfahrten. Im Sommer fand eine Busfahrt nach Erbach und Schloss Lichtenberg in den Odenwald großen Anklang. Gut gefallen hat allen Teilnehmern auch der Besuch des Weihnachtsmarktes in Erfurt, verbunden mit einer Führung durch die mittelalterlich geprägte Innenstadt. Auch in diesem Jahr wird am 11.Dezember wieder eine Busfahrt des Ortsvereins zu einem Weihnachtsmarkt stattfinden.

Im Ortsbeirat Rödgen war die SPD in den letzten 12 Monaten wieder sehr aktiv, um die Interessen aller Rödgener nachhaltig zu vertreten. Mehr als ¾ der Anträge wurden von der SPD-Fraktion eingebracht, berichtete Jürgen Becker, der außerdem die schleppende Behandlung der Anträge durch den Magistrat - insbesondere wenn es um verkehrliche Probleme gehe - kritisierte. Auf Unverständnis stieß bei den Zuhörern die Tatsache, dass die FWG- und CDU-Vertreter im Ortsbeirat Rödgen im Rahmen der Haushaltsplanung 2004 den SPD-Antrag für die kostengünstige Renovierung des Bolzplatzes zwar unterstützt, bei den Haushaltsbeschlüssen des Stadtparlaments, die gleichen Personen jedoch dagegen gestimmt hätten.

Nach Abnahme der Jahresabrechnung 2003 und der Entlastung des Vorstandes dankte Egon Fritz der aus beruflichen und privaten Gründen scheidenden Vorsitzenden Ingrid Hannak für die geleistete Arbeit und überreichte Blumen und ein Präsent. Es sei sicherlich nicht immer einfach gewesen, neben Berufstätigkeit, häuslichen und familiären Pflichten und den Aufgaben im Stadtparlament auch noch die vielfältigen Aufgaben einer ersten Vorsitzenden des hiesigen Ortsvereins wahrzunehmen, so Fritz. Die seitherige Vorsitzende versicherte, dass ihr die Arbeit Spaß gemacht habe und sie auch zukünftig im Vorstand mitarbeiten wolle.

Bei den Neuwahlen des Vorstands gab es nur wenige Veränderungen. Die Geschicke des Ortsvereins werden künftig von Jürgen Becker als 1. Vorsitzendem geleitet. Als Stellvertreter wird weiter Egon Fritz fungieren. Auch der seitherige Kassierer, Kurt Seipp, wurde im Amt bestätigt. Als neue Schriftführerin wurde Hannelore Kraushaar-Hoffmann gewählt. Beisitzer wurden Werner Döring, der auch das Amt des stellv. Schriftführers innehat, sowie Ruth Dörr, Dieter Geißler, Ingrid Hannak, Walter Schug und Elfriede Sult. Kassenprüfer wurden Heinz Bolland und Walter Klos. Beim Stadtverbandsparteitag werden künftig Jürgen Becker, Egon Fritz, Dieter Geißler, Ingrid Hannak und Hannelore Kraushaar-Hoffmann den Ortsverein Rödgen als Delegierte vertreten. Als Ersatzdelegierte wurden Elfriede Sult, Werner Döring, Wolfgang Hannak, Werner Menz, Walter Schug und Kurt Seipp gewählt.


zurück
nach oben
© SPD.de - 2002  E-Mail direkt